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Walsh, William.


Das Narrenspital. Aus dem Englaendischen des Herrn Wilhelm Walsh. [Motto:] So bald der Mensch sich kennt, / Sieht er, er sey ein Narr; / Und dennoch zürnt der Narr, / Wenn man ihn also nennt. / Lessing. Mit Holzschnittvignetten, jede Seite mit wiederholter Holzschnittbordure. Wien,, gedruckt mit von Ghelenschen Schriften 1771.. (23) Bll.. Marmorierte Broschur d.Zt. Leicht berieben. 0 €
Erste dt. Ausgabe (für mich bibliogr. nicht nachweisbar). - Durchgehende, schwächer werdende Verfärbung (siehe Abb.).
Sehr seltene kleine Schrift, die auch typographisch interessant ist. Gedruckt in einer zierlichen, klaren Antiqua, zu dieser Zeit für literarische deutsche Texte noch selten verwendet, umrahmt von Rokoko-Borduren, sticht sie deutlich ab von der zeitgenössischen, noch stark barocker Gestaltung verpflichteten Wiener Buchproduktion. William Walsh (1663 Abberley/Worcester 1708/9) hatte zu seiner Zeit den Ruf, „without flattery the best critick in the nation“ (J.DRYDEN) zu sein; das Motto und sein Verfasser sind also doppelt gut gewählt . Darüber hinaus war Walsh mehrfach Parlamentsmitglied und gehörte zum Hof der QUEEN ANNE. Überliefert ist, daß er größten Wert auf ein glänzendes Äußeres legte; bemerkenswert, weil in der vorliegenden Schrift all dies zu den menschlichen Narrheiten gezählt wird. Von Walsh sind nur zwei Buchveröffentlichungen bekannt: zu Lebzeiten "Eugenia, a Defence of Women" mit einem Vorwort Drydens (die Satire wurde 1737 und 1761 ins Deutsche übersetzt) und posthum die vorliegende, im Original "Aesculapius, or the Hospital of Fools!. Hierin kommen Aeskulap und Merkur auf die Erde, um die Narren unter den Menschen zu heilen, müssen aber feststellen, „daß alle Menschen mehr oder weniger Thoren sind“ und dies auch sinnvollerweise so bleiben sollte. Mehr Einfluß auf die Entwicklung der europäischen Literatur als durch eigene Werke hatte Walsh dadurch, daß er ALEXANDER POPE „entdeckte“ und förderte, indem er ihn in die Londoner literarischen Clubs einführte, sein erster Kritiker und ein Freund war. Pope bewahrte ihm lebenslang ein liebevolles, dankbares Andenken. In "Essay on Criticism" schreibt er u.a.: “... Such late was Walsh – the Muse’s judge and friend, / Who justly knew to blame or to commend; / To failings mild, but zealous for desert; / The clearest head, and the sincerest heart.” Und in einem späten Brief: “ … knowing Walsh, would tell me I could write.“
 
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