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Ortlepp, Ernst.


Israels Erhebung und der ewige Jude. Zeitgedichte. Motto: „Gott wird aufheben die Schmach seines Volkes in allen Landen.“ Jesaias. Belle-Vue bei Constanz,, Verlags- und Sortimentsbuchhandlung zu Belle-Vue 1845.. Kl-8°. 98 S., (1) Bl.. Bedruckte Orig.-Broschur. Kleine Randeinrisse, leichte Kratzspuren. 0 €
Erste Ausgabe (Goedeke XIII,179,64 [ungenau]; Bothien, Belle-Vue 168; EichstÀdt, Bibliogr.z.Gesch.d. Judenfrage 2749). - Unbeschnitten. Gelgentlich leicht stockfleckig.
Ernst Ortlepp (Droyssig/ThĂŒringen 1800 – 1864 in einem Chausseegraben bei Schul-Pforta) muß sicher eine gescheiterte Existenz genannt werden. Nach einer vielversprechenden Zeit an der „Eliteschule“ Schul-Pforta nahm er ein Theologiestudium in Leipzig auf, brach dieses aber ab. Seit etwa 1820 veröffentlichte er meist „Zeitgedichte“ genannte Lyrik und fiel auch GOETHE auf. In den 30er Jahren erreichte Ortlepp grĂ¶ĂŸere Bekanntheit als politischer Dichter, besonders der Freiheitskampf der Polen war sein Thema ("Finis Poloniae" mit dem Anfangsvers „Noch ist Polen nicht verloren“). Nachdem er 1836 aus Leipzig ausgewiesen worden war, zog er durch SĂŒddeutschland, hatte hier auch Kontakt zu einigen der liberalen Poeten der Zeit. Die vorliegende Schrift ist Ortlepps einzige in dem Exilverlag zu Belle-Vue erschienene. Bothien nennt etwa die HĂ€lfte der enthaltenen Gedichte „antisemitisch“. Ich kann diese EinschĂ€tzung nicht teilen. UnĂŒbersehbar ist m.E. eine tiefe Sympathie fĂŒr das Volk und die Religion; durchgehend die Kritik an der un- bzw. selbstgerechten Behandlung durch die Christen. Ernst Ortlepp findet vermehrt Aufmerksamkeit durch die Veröffentlichungen des Dortmunder Philosophen H.J.Schmidt zu dem VerhĂ€ltnis Ortlepps zu dem jungen NIETZSCHE. Neuere Entdeckungen Schmidts legen danach den Schluß nahe, daß Ortlepp „offenbar an seinem Lebensabend mit dem jungen Nietzsche eine pĂ€derastische Verbindung gepflegt und diesen insbesondere auch in seiner geistigen Entwicklung in hohem Maße beeinflußt“ hatte. NIETZSCHE erwĂ€hnt ihn wĂ€hrend seiner Schulzeit in Pforta gelegentlich, seinen Tod meldet er einem Freund wie beilĂ€ufig: „Der alte Ortlepp ist ĂŒbrigens todt.“
 
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