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Wieland, Christoph Martin.


Das Sommermärchen, oder der Maulthiers-Zaum. Mit einer gestochenen Titelvignette (N.MANSFELD sc.). Wien,, bey Edlen von Baumeister 1788.. 74 S., (1) weißes Bl.. Broschur d.Zt. Etwas berieben. 0 €
Erste Einzelausgabe (nicht bei Goedeke; nicht bei Günther/Zeilinger, Wieland-Bibliographie; auch sonst bibliographisch nicht nachweisbar). - Im unteren Rand leicht, anfangs etwas stärker fingerfleckig, zeitgenöss. Besitzeintrag a.d. Titel.
Offensichtlich nahezu unbekannte, für mich weder in Bibliotheksverzeichnissen noch im Handel nachweisbare Einzelausgabe des Textes, der zuerst im dritten Vierteljahresband 1777 des "Teutschen Merkur" abgedruckt war. Die Wieland-Bibliographie (G./Z. 48) nennt einen Separatdruck, zusammen mit "Wintermärchen", erst für 1808. Der vorliegende Druck erschien zur Zeit von Wielands Märchensammlung "Dschinnistan" (Winterthur 1786 - 1789) bei dem Wiener Gelehrten und späteren Prinzenerzieher J.A.I.v.BAUMEISTER, der aus bibliophiler Neigung zwischen 1781 und 1792 eine eigene Druckerei betrieb (vgl. Durstmüller I,251). Wieland, der „keinerlei Kenntnis von sogenannten ‚echten’ Volksmärchen hatte“ (M.Grätz. Märchen in der deutschen Aufklärung, S.166), hatte die Geschichte der "Biblioth?que universelle des romans" des Grafen DE TRESSAN entnommen und recht frei bearbeitet. Er verwebt dabei Motive aus den französischen Feenmärchen und der Artusepik zu einem herrlich leichten, ironischen und gelegentlich frivolen Märchengedicht, in dem „Herr Gawin“ von König Artus’ Tafelrunde auf einem Zaubermaultier eine klingendünne Brücke überqueren muß (dazu die Titelvignette), um, nach mancher erotischer Versuchung und manchem Kampf, das ewige Schönheit verleihende Maulthiers-Zaum der rechtmäßigen Besitzerin zurückzubringen und sie selbst als den versprochenen Lohn zu nehmen. Wie auch die Dschinnistan-Märchen war das Sommermärchen für Wieland ein „Spiel des Geistes“, zum eigenen Vergnügen bearbeitet, um in kleinen geselligen Zirkeln vorgetragen zu werden. Eine von J.G.SCHUMMEL für Kinder überarbeitete Fassung findet sich im dritten Band von dessen "Kinderspiele und Gespräche".
 
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