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KĂŒhn, Auguste.


Gedichte. Mit einer Titelvignette in Holzschnitt. Berlin,, bei T.Trautwein 1826.. XII, 179 S. . Halbleder d.Zt. mit RĂŒckenschild und –vergoldung. Leicht berieben. 0 €
Erste Ausgabe (Goedeke X,339,173.,4; nicht bei Pataky). - Gelegentlich etwas stockfleckig, Ss.113/4 mit 4cm Einriß. Auf Velin.
Sehr seltene erste Buchveröffentlichung, von der ich kein Exemplar in den mir zugĂ€nglichen Bibliotheksverzeichnissen nachweisen kann. Von Auguste KĂŒhn (Joachimsthal in der Mittelmark 1795 - ?) sind nur wenige biographische Angaben zu finden. Nicht einmal Datum oder Ort ihres Todes sind bekannt. Goedeke verzeichnet Veröffentlichungen bis in das Jahr 1848 unter ihrem Pseudonym C.NOVIS. Die Passagierliste des Auswandererschiffs „Oder“ verzeichnet fĂŒr den 15.September 1851 eine Auguste KĂŒhn fĂŒr die Überfahrt von Hamburg nach New York. Möglicherweise erklĂ€rt dies das Fehlen spĂ€ter biographischer Daten. Von Auswanderung spricht sie schon im Gedicht "Die GĂ€rtnerinn" (S.83f.): „... Drum fĂŒhl ich mich gezogen/ Zu jenem fernen Strand,/ Jenseits der Meereswogen/ Liegt wohl ein besser Land./ Dort wĂ€r ich, ach! viel lieber,/ Drum braust ihr Wellen nur,/ Ihr tragt mich wohl hinĂŒber/ Zu jener schönen Flur. ...“ AusfĂŒhrlich beschreibt Schindel, Die deutschen Schriftstellerinnen Bd.3 von 1825 ihre Jugend. Sie war die Tochter eines Arztes, nach dessen frĂŒhem Tod sie mit ihrer Mutter nach Berlin kam. Schon als Kind verfaßte sie Gedichte und Trauerspiele, angeregt durch die LektĂŒre des "Hamlet". Als auch ihre Mutter starb, kam die Waise in eine Erziehungsanstalt. Sie selbst wurde spĂ€ter Erzieherin, veröffentlichte vorwiegend Kinder- und JugendbĂŒcher unter ihrem eigenen Namen, Novellen und Gedichte pseudonym in Almanachen u.Ă€. Gewidmet ist der vorliegende Gedichtband der KRONPRINZESSIN ELISA-BETH VON PREUßEN. Das Spektrum der Themen ist weit. Neben Gedichten wie "Am Sarkophag der Königin Luise", "Schiller" oder "Homers Weihe" fĂ€llt die große Zahl solcher auf, in denen Tod, Abschied, Sehnsucht nach der Ferne eine Rolle spielen. Ganz sicher sollte Auguste KĂŒhn nicht dem Kreis der wohlbehĂŒteten, biedermeierlich-gefĂŒhlig reimenden Töchter ihrer Zeit zugerechnet werden.
 
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