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Anonym.


Beleuchtung der Petition, welche (angeblich) der bĂŒrgerliche Handelsstand der königl. Haupt- und Residenz-Stadt MĂŒnchen, in Betreff des Verfalls des Handels, und der Abstellung der denselben untergrabenden MißbrĂ€uche und BeeintrĂ€chtigungen, unterm 13.April 1819 an die erste StĂ€nde-Versammlung des Königreiches Baiern ĂŒbergeben hat. Von den jĂŒdischen Glaubens-Genossen zu MĂŒnchen. MĂŒnchen,, ohne Drucker 1819.. 52 S.. RĂŒckenbroschur d.Zt. 0 €
Wohl einzige Ausgabe (bibliogr. fĂŒr mich nicht nachweisbar. Ich kann lediglich ein weiteres Exemplar, das der Bayer. Staatsbibliothek nachweisen). - Die letzte Seite ist angestaubt.
GlĂ€nzend formulierte Polemik, veranlaßt durch eine Petition, die „(angeblich)“ der „bĂŒrgerliche Handelsstand“ eingereicht hat, dessen „Interesse“ aber wohl eher vorgeschoben war, um die Juden allgemein und die jĂŒdischen GeschĂ€ftsleute speziell in ihrer Existenz zu treffen. Besonders bemerkenswert ist, daß die "Beleuchtung" „MĂŒnchen am 1. Juni 1819“ datiert ist; wenig spĂ€ter, am 2.August 1819, brachen die sog. „Hep-Hep“-Unruhen in WĂŒrzburg aus und verbreiteten sich wie ein Steppenbrand ĂŒber Deutschland. Die klare, hellsichtige Analyse des leider unbekannten Verfassers belegt, daß diese Unruhen nicht spontan ausbrachen, sondern auf verschiedenen Ebenen vorbereitet und gesteuert waren (vgl. auch Blatt No.0325). Die Klagen waren Ausdruck der weitverbreiteten und langlebigen antijĂŒdischen Vorurteile und Behauptungen. Der Text widerlegt auf erfrischend offensive Weise jeden der Klagepunkte der Petition und bezeichnet die dahinter stehende Haltung (vielleicht erstmals) als „Krankheit“. So beginnt der Text: „Wie in den Zeiten der tiefsten Barbarei sollen im neunzehnten Jahrhundert die Juden neuerdings geĂ€chtet werden! Alles Unheil, worunter die Christenheit seufzet, will auf Rechnung der Juden geschrieben werden – es ist Manie, sich gegen sie zu erheben. In einem Anfalle dieser Art Krankheit ĂŒbergaben die VorstĂ€nde des hierortigen Handelsstandes schon am 25ten August 1817 an das k. Staatsministerium des Innern Beschwerde wegen BeeintrĂ€chtigung, sie klagten vorzĂŒglich die Juden an, und in einem Zeitraume von beinahe zwanzig Monaten haben sie sich nicht bemĂŒht, ihren Krankheitszustand kennen zu lernen; noch jetzt wĂ€hnen sie, möchten sie selbst glauben machen, daß es gerade die Juden seyen, welche dem christlichen Handelsstande den Untergang bereiten.“ Und er beweist durch „unwidersprechliche Thatsachen“, daß die „JĂŒdischen Glaubens-Genossen“ den Handelsplatz MĂŒnchen erst „merkantilisch“ belebt haben, aber in der AusĂŒbung des Gewerbes benachteiligt seien.
 
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