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Castelnau, Michel de.


Les Memoires Ausquelles sont traictĂ©es les choses plus remarquables qu’il a veuĂ«s et negotiĂ©es en France, Angleterre, et Escosse, soubs les Rois François II. et Charles IX. tant en temps de paix qu’en temps de guerre. Mit einem gestochenen Portrait (JASPAR ISAC fec.). Paris, chez Samuel Thiboust, au Palais, en la Gallerie des prisonniers 1621. Avec privilĂšge du Roy. 4° (8) Bll., 479, (1) S., (12) Bll. Lederband d. 18.Jahrhunderts mit zwei farb. RĂŒckenschilden, reicher –vergoldung und Stehkantenvergoldung. Decken fleckig, Ecken etwas bestoßen. 1800 €
Erste Ausgabe (Brunet I, 1626; Graesse II, S.65). - S.161 leicht tintefleckig, schwache Bleistiftspuren auf S.281, Register im Rand etwas feuchtfleckig, gelegentlich etwas stockfleckig. GrĂŒne LackpapiervorsĂ€tze. Handschriftl Name der CATHÉRINE DE COURLANDE a.d. Titel, alter Bibliothekszettel (PH unter Herzogskrone) a.d. Innendeckel.
Bemerkenswertes Exemplar der sehr seltenen ersten Ausgabe der berĂŒhmten Memoiren mit dem oft fehlenden Portrait und in der Variante mit Impressum SAMUEL THIBOUST; die ganz ĂŒberwiegende Anzahl der nachweisbaren Exemplare hat SÉBASTIEN CHAPPELET, beiden wurde das königl. Druckprivileg erteilt. Anstelle des immer fehlenden, offensichtlich nicht gedruckten Blattes A1 ist hier das Portrait eingebunden. In den spĂ€tere Ausgaben findet sich dies als seitenverkehrter Nachstich ohne den Detailreichtum und die Ausdruckskraft. Die Erinnerungen, „le monument historique le plus instructif de cette Ă©poque“ (M.Petitot) hatte M.DE CASTELNAU (1517 – 1592), der langjĂ€hrige Botschafter am Hof ELIZABETH I. und Vertraute von MARY STUART, als Erziehungsschrift seinem Sohn Jacques gewidmet. Auf einen bislang unbeachteten Aspekt der "MĂ©moires" weist erst in jĂŒngster Zeit NUCCIO ORDINE, fĂŒhrender GIORDANO BRUNO-Experte und Herausgeber von dessen neuer Werkausgabe, hin. GIORDANO BRUNO hatte zwischen 1583 und 1585 in CASTELNAUs Haus in London gelebt und hier seine Hauptwerke "Spaccio della bestia trionfante" (Paris 1584), "Della causa, principio ed uno" (Venedig 1584) und "Del infinito universo e mondi" (dito) niedergeschrieben. Mehrere seiner Schriften sind CASTELNAU gewidmet. „Gleichwohl wurde die Beziehung zwischen dem Nolaner und CASTELNAU noch nicht genau untersucht, da die Forschung sich stets auf die gegenseitigen WertschĂ€tzungs- und Freundschaftsbekundungen bezog. Man hat mit wenig fruchtbaren Ergebnissen versucht, Spuren des Philosophen in der großenteils verlorenen Korrespondenz des Diplomaten aufzufinden, dabei jedoch dessen einziges erhaltenes Werk außer Acht gelassen, die 'MĂ©moires'. ... liest man den Text genau, so stellt sich heraus, dass die 'MĂ©moires' von großer Bedeutung sind fĂŒr das VerstĂ€ndnis einiger fundamentaler Aspekte des 'Spaccio'. ... Hinweise ... lassen vermuten, dass CASTELNAU seine 'MĂ©moires' genau zu dem Zeitpunkt schrieb, als der Nolaner mit der abschließenden Arbeit am 'Spaccio' beschĂ€ftigt war. ... Im Grunde arbeiteten der Botschafter und der Philosoph unter dem gleichen Dach an zwei Werken, die einen gemeinsamen Nenner hatten: die Untersuchung der Ursachen und Wirkungen der Religionskriege. ... Man kann sich schwer vorstellen, dass die beiden zugleich ĂŒber ganz Ă€hnliche Themen arbeiteten, ohne dass es zwischen ihnen ĂŒber ein so ‚heißes Eisen‘ wie die Religionskriege ... zu einem Meinungsaustausch kam. ...“ (N.Ordine. Die Schwelle des Schattens. WĂŒrzburg 2009, S.125ff.).
 
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