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Hammer-Purgstall, Joseph von.


Die Inschrift von Heilsberg. Mit einem gestochenen Titel mit Vignette. Weimar, (am Schluss: Jena, gedruckt bei Frommann) 1818. 2° (BlattgrĂ¶ĂŸe: ca 40,5 x 25; Titel: ca 37,6 x 24,5) Titel, 7, (1) S. Lederband mit RĂŒckenvergoldung und vergoldeten Deckelborduren. 1400 €
Erste Ausgabe (Goedeke VII,762,46 [Hammer-Purgstall]; Goedeke IV/3, 488,81; Hagen 712; Kippenberg 456 [Goethe]; Ruppert, Goethes Bibliothek 1843). - Unbeschnitten, sehr breitrandig; der gestochene Titel ebenfalls unbeschnitten, jedoch etwas kĂŒrzer, auf Stege gesetzt. AußenrĂ€nder der Textbll. teils leicht angestaubt.
Sehr seltener Privatdruck, den GOETHE auf den dringenden Wunsch CARL AUGUSTs hin in Auftrag gegeben hatte. Am 3.April 1818 schrieb GOETHE an den Minister C.G.V.VOIGT: „Anbey bemerke ich daß Serenissimus neulich den Druck des HAMMERischen Briefes, eine ErklĂ€rung des Heilsberger Monuments enthaltend, ernstlich urgirt, und ich habe nach vielem hin und her Überlegen endlich fĂŒr das Beste gefunden die darin vorkommenden seltsamen SchriftzĂŒge in Holz schneiden zu lassen.“ Die Auflagenhöhe ist nicht bekannt; angesichts der relativ wenigen nachweisbaren Exemplare im Handel und, mit einer Ausnahme, auch in Bibliotheken wird sie nicht grĂ¶ĂŸer als ca 200 gewesen sein, wovon GOETHE eine Anzahl zurĂŒckhielt. In seiner Bibliothek befanden sich noch 106 Exemplare des Textes und 88 des gestochenen Titels (vgl. Ruppert). Das wird seinen Grund darin haben, dass schon sehr frĂŒh ernsthafte Zweifel von kompetenter Seite an der Stichhaltigkeit von HAMMERs Aussagen erhoben wurden. 1816 hatte GOETHEs Schwager VULPIUS „auf einen Inschriftenstein aufmerksam gemacht, der an der Außenwand der Kapelle von Heilsberg, ca 10km nordwestlich von Rudolstadt gelegen, eingemauert war. Bei dem fraglos mittelalterlichen Text waren nur wenige Buchstaben eindeutig lesbar. GOETHEs Interesse an der Entzifferung ... war so sehr geweckt, daß er unter anderen METTERNICH einschaltete ...“ (H.Fuhrmann u.a. „Sind eben alles Menschen gewesen“, MĂŒnchen 1996, S.22). Dieser hatte „die glĂŒckliche Idee“ mit der Entzifferung J.V.HAMMER zu betrauen. Am 1.Juni 1817 sandte METTERNICH die Arbeit HAMMERs an GOETHE. FĂŒr METTERNICH bestand an der „Richtigkeit der LeseArt kein Zweifel.“. (Regestausgabe Briefe an Goethe, Nr.7/1029). In Weimar kam man daraufhin â€žĂŒberein, in einem eigenen Heft, das den Wert der Entdeckung weithin sichtbar machte, die HAMMER-PURGSTALLsche Lesart zu verbreiten.“ (Fuhrmann S.22). GOETHE verfasste einen begleitenden Text, in dem er auf die Bedeutung der Entdeckung, die Leistung HAMMERs („welcher den durchdringenden Blick zu Erforschung Ă€lterer und neuerer Schrift- und Sprachgeheimnisse auch hier bethĂ€tigte und eine Auflösung bewirkte“) und auf die UmstĂ€nde der Veröffentlichung eingeht. HAMMERs Analyse „wurde eine vernichtende Kritik aus der Feder eines ersten Kenners der mittelalterlichen Schriftgeschichte zuteil, des Mannheimer Geheimen KabinettssekretĂ€rs ULRICH FRIEDRICH KNOPP“. (Fuhrmann).
 
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