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Wood, Robert.


Versuch über das Originalgenie des Homers aus dem Englischen (von C.F.MICHAELIS). Mit einer gestoch. Titelvignette (NOTHNAGEL del., CÖNTGEN sc.). Frankfurt am Mayn, in der Andreäischen Buchhandlung 1773. 314 S., (1) Bl. [Angebunden:] DERS. Zusätze und Veränderungen wodurch sich die neue Ausgabe von Robert Woods Versuch (...) von der alten auszeichnet nebst der Vergleichung des alten und gegenwärtigen Zustands der Landschaft von Troja aus dem Englischen (C.F.MICHAELIS). Mit Kupfern (d.i. eine Titelvignette und drei mehrfach gefaltete Tafeln; H.CÖNTGEN sc.) und (einer mehrfach gefalteten) Karte. Frankfurt am Mayn, in der Andreäischen Buchhandlung 1778. 115 S. Halblederband d.Zt. auf fünf Bünden mit Rückenschild und –vergoldung. Ecken, Kapitale und Gelenke bestoßen. 1000 €
Erste dt., zugleich erste öffentliche Ausgabe (Price&Price, Humaniora S.195). - Papierbedingt leicht gebräunt. Besitzeintrag von 1789 „CHRISTIAN WOLTERSDORFF“; Woltersdorff, von dem ich keine Lebensdaten finde, feierte 1828 das „50jährige Lehrerjubiläum“ in Salzwedel; er „benuzte mit glüklichem Erfolge die Bemühungen der Neueren, seine Zöglinge auf einem leichteren und angenehmeren Wege zum Verstehen des alten Barden Homer ... zu bringen“ (A.W.Pohlmann, Geschichte der Stadt Salzwedel, 1811, S.196). Alter blindgeprägter Stempel „Gymnasium zu Salzwedel“ und Nachkriegsstempel „Bücherprüfungskommission der Stadt Salzwedel“ a.d. Titel.
ROBERT WOOD (1717 ? – 1771) hatte von 1742 bis 1750 im Auftrag der Londoner „Society of Dilettanti“ in Begleitung des vermögenden JAMES DAWKINS sowie eines Malers und mit einer ganzen Bibliothek an Bord eines gecharterten Schiffes die Ägäis bereist und die klassischen Stätten besucht. Ergebnis dieser Reise waren zwei prächtig illustrierte Werke: The Ruins of Palmyra (1753) und The Ruins of Balbec (1757). In sieben Exemplaren ließ WOOD dann 1769 als Privatdruck An Essay on the Original Genius of Homer (70 S. in Gr-4°) drucken und an Freunde verteilen. Durch Verbindungen zu englischen Gelehrten war JOHANN DAVID MICHAELIS in den Besitz eines Exemplars gekommen. Danach rezensierte C.G.HEYNE (GGA 1770, 32.St.): „Noch niemanden haben wir gesehen, der so tief in den Geist HOMERs eingedrungen wäre ... es ist der Adlerflug eines Genies, das die Spur eines Genies aus dem Alterthum ausspäht.“ (Die ganze Rezension ist in vorliegender Übersetzung abgedruckt). Da nach HEYNEs begeisterter Besprechung der Ruf nach einer Übersetzung immer lauter wurde, übertrug MICHAELIS diese Aufgabe seinem damals erst 19jährigen Sohn CHRISTIAN FRIEDRICH (1754 – 1814). Aufgrund der Übersetzung wurde das Werk gerade in Deutschland außerordentlich einflussreich besonders auf die Protagonisten des Sturm und Drang, auf die Entwicklung des Geniegedankens und das Griechenlandbild der Deutschen. „Am lebhaftesten hat diesen Eindruck GOETHE ausgesprochen. Schon als Jüngling rühmt er in den 'Frankfurter Anzeigen' auf Veranlassung WOODs, wie HOMER ‚sich und der Mutter Natur Alles zu verdanken gehabt habe’; und in gleichem Sinn sagt er noch als Greis in Wahrheit und Dichtung ‚wir sahen nun in jenen Gestalten nicht mehr ein angespanntes und aufgedunsenes Heldenwesen, sondern die abgespielte Wahrheit einer uralten Gegenwart und suchten uns diesselbe möglichst heran-zuziehen.“ (Hettner). Eine öffentliche englische Ausgabe erschien erst 1775 mit Zusätzen aus dem Nachlaß WOODs vermehrt, die Zusätze und Veränderungen erschienen deutsch 1778 und sind unserem Exemplar beigebunden.
 
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