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Borcke, Adrian Heinrich von.


Geheime Briefe über die Preußische Staatsverfassung seit der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms des Zweyten. Utrecht (d.i. Ulm ?) 1787. 88 S. [Angebunden:] ANONYM. Imakoromazypziloniakus ein kleiner Appendix zu den geheimen Briefen. Nebst einer Anecdote genannt: der Todtenkopf. Utrecht [fingiert], (ohne Verlag) 1788. 32 S. Halblederband d.Zt. auf vier Bünden mit Rückenschild und –vergoldung. Diese oxydiert, kleine Wurmlöcher a.d. Rücken, etwas berieben. 700 €
1) Erste Ausgabe (Hayn/G. II,456 [hat „Titel, 86 S.“]; Holzm./Boh. VII,1944; Weller, Druckorte I,134). – 2) Erste Ausgabe (Hayn/G. II,457; Weller, Druckorte S.137 [unklar]). - Leicht gebräunt.
Die "Geheimen Briefe" waren die vielleicht unerhörteste Skandalschrift nach dem Tod FRIEDRICH d.Gr. In ihr beschrieb der ungenannte Autor aus intimen Kenntnissen die Machenschaften im Umkreis des neuen Königs und machte die Dunkelmänner aus der rosenkreuzerischen Freimaurerei in Kabinett und Ministerien namhaft. „Der wohlmeinende und fleißige Herrscher erschien in dieser Darstellung geradezu als ein Gefangener seiner zweifelhaften Entourage.“ (R.Markner). Tatsächlich provozieren die „Würdigungen“ des Verfassers in Bezug auf den König den Eindruck, dass dieser als Regent völlig ungeeignet sei. Seit B.Reiches Dissertation "Die politische Literatur unter Friedrich Wilhelm II" (1891) gilt ADRIAN HEINRICH VON BORCKE (1733 – 1793; preußischer Gesandter in Dresden, später in Stockholm. Nicht zu verwechseln mit dem General HEINRICH ADRIAN v.B. [1715 – 1788]) als Autor. Neuerdings bezweifelt R.Markner ("Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei". In: "Sozietäten .... Neue Forschungen zur Vergesellschaftung im Jahrhundert der Aufklärung". Hg.v. M.Meumann u. H.Zaunstöck. Tübingen 2003, S. 215–230) dies und rät, die Autorschaft offen zu lassen. Die Schrift wurde mit Anmerkungen versehen ins Französische, diese wieder zurück übersetzt (vgl. No.1510). Natürlich erschienen auch Gegenschriften, unter denen die vorliegend beigebundene schon wegen ihres seltsamen Titels die bekannteste ist. In einem fiktiven Brief an seinen Vater weist ein junger Mann aus "einer der ältesten Familien eines entfernten Landes", der auf Kavalierstour in Berlin ist, die in den "Geheimen Briefen" gegen den König und seinen Hofstaat erhobenen Anschuldigungen zurück und protestiert gegen die ausländerfeindliche und antimasonische Tendenz des Pamphlets. Der König (FRIEDRICH WILHELM II.) müsse frei sein, fähige Männer aus anderen Ländern zu berufen, und die Freimaurerei sei eine respektgebietende, verdienstvolle Einrichtung. Wie alle Schriften im Umkreis dieser Affäre erschienen die "Geheimen Briefe" und die beigebundene Gegenschrift in auch im Umfang unterschiedlichen Drucken, die bislang nicht untersucht sind. Die hier mitgedruckte "Anekdote genannt der Todtenkopf" scheint nicht in allen Drucken enthalten zu sein.
 
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