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Humboldt, Wilhelm von.


Ideen zu einem Versuch, die GrĂ€nzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen. (Hrsg. v. E.CAUER). Breslau, Verlag von Eduard Trewendt 1851. Gr-8° Titel, XXVII, (1), 189, (1) S. Lederband (um 1920) mit RĂŒckenvergoldung, vergoldeten doppelten Deckelborduren, Steh- und breiter Innenkantenvergoldung (unsign., aber P.A. Demeter, Hellerau). Bedruckter Orig.-Umschlag beigebunden. 800 €
Erste Ausgabe (Goedeke XIV,564,731; Perconti, Humboldt-Bibliogr. 97; Slg. Borst 2434). - Eine Lage etwas gebrÀunt und etwas stockfleckig. Breitrandig. Kartonstarke marmorierte VorsÀtze.
Meisterlich gebunden von dem wohl besten deutschen Buchbinder des ersten Viertels des 20.Jhrhdts. „Humboldts Schrift ist im Zusammenhang mit der zeitgenössischen Diskussion ĂŒber das Ereignis der Französischen Revolution zu sehen“ (KNLL 8,193). WĂ€hrend seiner Reise 1789 nach Paris mit CAMPE war HUMBOLDT Augenzeuge der Ereignisse geworden. Die Revolution blieb „das entscheidende Ereignis seines Lebens, Drehachse aller politischen und gesellschaftlichen Überlegungen.“ (Demokrat. Wege S.289). Die Ausarbeitung der Ideen begann er 1791 auf dem Landgut Burgörner nach dem Ende seiner TĂ€tigkeit beim Kammergericht in Berlin. „In dieser glĂŒcklichen Muße hatte er sich ... vorzugsweise dem Nachdenken ĂŒber politische Fragen zugewandt. Schon von Göttingen aus hatten diese Fragen den Gegenstand seiner Corres-pondenz mit [GEORG] FORSTER gebildet, ....“ (Cauer, Vorwort S.II). Ein erster Auszug erschien im Januarheft 1792 der 'Berlinischen Monatsschrift' in Form eines „Briefes an einen Freund“, weitere Texte in den folgenden Heften und in SCHILLERs 'Thalia' (H.5,1792). SCHILLER sollte auch den Druck des ganzen Werks vermitteln, jedoch unterblieb die Veröffentlichung zu Lebzeiten, da Humboldts vormalige Sympathien fĂŒr die Revolution in Ablehnung umschlugen. Die Ideen gelten heute als „das Programm eines vollendeten Liberalismus“ (A.Schölzel). „Menschliche Selbstvervollkommnung war die Grundidee HUMBOLDTs. Alle Leitung durch den Staat lĂ€hme AktivitĂ€t und SelbstĂ€ndigkeit. ... Der Staat legitimiere sich allein dadurch, daß er schöpferische KrĂ€fte freisetze.“ (Ders.). Die Schrift „ist der in sich widerspruchsvolle, vom Bildungsgedanken der deutschen Klassik geprĂ€gte Versuch, ‚eine dem politischen Willen der BĂŒrger entzogene politische Ordnung mit einem Menschenbild zu vereinbaren, das dem Individuum uneingeschrĂ€nkte Autonomie zubilligt.“ (W.D.Otto, zit. nach KNLL).
 
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