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Schlegel, August Wilhelm von.


Ehrenpforte und Triumphbogen fĂĽr den Theater-Präsidenten von Kotzebue bey seiner gehofften RĂĽckkehr ins Vaterland. Mit Musik. Mit einer gestochenen, mehrfach gefalteten Notentafel. Gedruckt zu Anfange des neuen Jahrhunderts (Braunschweig, Vieweg 1800). VIII, 104 S. Bedruckter Orig.-Umschlag. Leicht angestaubt. 1000 €
Erste Ausgabe (Goedeke V,279,58 u. VI,10,12; Vieweg-Kat. S.314). - Unbeschnitten, Ränder leicht angestaubt, leicht stockfleckig.
Exemplare im ursprünglichen Zustand d.h. im Orig.-Umschlag, der wegen der zum Werk gehörenden Texte integraler Bestandteil des Buchs ist, und mit den beiden Notenbeilagen auf einem noch unzerschnittenen Bogen sind außerordentlich selten. Diese wohl berühmteste Streitschrift der Frühromantik war die Reaktion auf KOTZEBUEs Pasquille "Der hyperboreeische Esel" (1799), ragt aber hoch über das in diesem Genre Übliche hinaus. HENRIK STEFFENS erinnerte sich 1841: „KOTZEBUE’s 'Hyperboreeischer Esel' wäre wohl längst vergessen, wenn er nicht zu einem Gedichte Anlaß gegeben hätte, welches in seiner Art auf jeden Fall zu den bedeutendsten, die in der deutschen Literatur erschienen sind, gerechnet werden muß. Es war die bekannte 'Ehrenpforte ...'. Es giebt weder vor- noch nachher irgendein Gedicht dieser Art, welches sich mit diesem messen kann. Die Variationen desselben scheinbar unbedeutenden Thema’s sind so mannigfaltig, in jeder Wendung reich, neu und überraschend, daß eben deswegen der Inhalt sich unauslöschlich einprägt; und obgleich es in dem Strudel einer verworrenen literarischen Gährung untergegangen und vergessen zu sein scheint, ... so bleibt es doch auch jetzt noch denen, die das Erscheinen des Gedichts erlebten unvergeßlich. Es machte, als es herauskam, einen unbeschreiblichen Eindruck.“ (Was ich erlebte, Bd.4, S.264f.). Seit dem November 1799 geplant und im engeren Kreis der frühen Romantiker begierig erwartet erschien SCHLEGELs „Privatteufeley“ am 16.Dezember 1800 im Druck. Noch am selben Tag schickte Schlegel zwei Exemplare an GOETHE, der eines an SCHILLER weitersandte: „Beiliegendes anmuthige Heft wird wohl bei Ihnen schon in Kurs sein, ... es ist nicht zu leugnen, daß es brillante Partien hat.“ SCHILLER antwortete am 24.: „Für die Ihrem Brief beigelegte Novität danke ich sehr. Sie hat mich sehr ergötzt, manche Bonmots sind trefflich ...“ DOROTHEA VEIT schrieb zu Weihnachten an A.W.SCHLEGEL: „Jena will sich krank lachen; nun denken Sie, wie mir es erst gehet!“ Und FRIEDRICH SCHLEGEL in dem gleichen Brief: „Zu GOETHE bin ich gleich gegangen, um den Effect recht frisch zu vernehmen. Er hat es durch alle Kategorien gelobt, am meisten das, was ich vor allem liebe, nämlich die ‚Reisebeschreibung’.“ SCHLEIERMACHER berichtete am 27.: „Wir haben sie denselben Abend gemeinschaftlich bei TIECK gelesen unter unauslöschlichem Gelächter und ebenso permanenter Bewunderung, ....“ Noch einige Monate später, am 27.April 1801 schrieb CAROLINE SCHLEGEL an A.W.: „Übrigens giebt es keinen lebhafteren Verehrer Deiner Muse als SCHELLING. Ich muß diese Kotzebuiade zum hundertstenmal hören; er behauptet, eine eigene Form im Vorlesen einiger Stücke derselben zu haben, die er auch GOETHEn vorgelesen, der das erstemal an der Reisebeschreibung, die er bey Tische zur Hand nahm, schier erstickt ist, denn es blieb ihm während des Lachens ein Bissen im Halse stecken.“
 
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