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Basedow, Johann Bernhard.


Vorstellung an Menschenfreunde und vermögende Männer ĂĽber Schulen, Studien und ihren EinfluĂź in die öffentliche Wohlfarth. Mit einem Plane eines Elementarbuchs der menschlichen ErkenntniĂź. Hamburg, (Selbstverlag) 1768. (3) Bll., 174, 15 S. . Lederband d.Zt. auf fĂĽnf BĂĽnden mit RĂĽckenschild und –vergoldung, doppelte, vergoldete Deckelfileten. Etwas berieben, kleiner Tintefleck a.d. Vorderdeckel. 1400 €
Erste Ausgabe. - – Titel mit schwachen Radierspuren im oberen Rand. Nahezu fleckfrei auf holländ. Papier. Kartonstarke blaue Kleisterpapiervorsätze.
Sehr selten (kein Nachweis im JAP seit 1975), vermutlich, da auf eigene Kosten gedruckt und nur an mögliche Förderer versandt. Mit dieser Schrift hat BASEDOW „bahnbrechend für eine Erneuerung der Erziehung“ (Breuer/ Graetz. Dt.-jüd. Geschichte, I,S.334) gewirkt. Sie „stellte den programmatischen Erziehungsplan für eine grundlegende Verbesserung der gesellschaftlichen Zustände dar ...“ (Killy 1,333). Zwar nennt BASEDOW in seinem Entwurf einer überkonfessionellen Erziehung die Juden nicht ausdrücklich, er warb jedoch bereits jetzt um deren Unterstützung. Aus diesem Anlaß datiert sein langwährender Kontakt mit MENDELSSOHN. Er „kam offenbar 1768 über den Hamburger Kaufmann MOSES WESSELY, einen engen Freund MENDELSSOHNs, mit dem Berliner Philosophen in Kontakt. So bezog sich Basedow in seinem ersten Brief an den ‚Verfasser des besten Phädons’ von Ende März 1768 auf Moses Wessely als ihren gemeinsamen Freund. ... Eigentlicher Zweck des Briefes war es, Mendelssohn darum zu bitten, unter den jüdischen Einwohnern Berlins für die Subskription seines Elementarbuchs zu werben und wenn möglich selbst für dieses zu spenden“ (B.Behm u.a. M.Mendelssohn und die Transformation, S.179). MENDELSSOHN, der bereits 1757 in der Bibliothek der schönen Wissenschaften ein Werk BASEDOWs kritisch rezensiert hatte, zeigte sich auch jetzt eher zurückhaltend, was den den Nutzen einer solchen Erziehung für die perspektivelose jüdische Jugend anbetraf: „Als sich BASEDOW im Jahr 1768 an MENDELSSOHN wandte, ..., antwortete ihm dieser: ‚Je edler Ihren Absichten, je weiser Ihre Grundsätze ... desto weniger können wir Gebrauch davon machen ... wenn er [der Jude] in dem Stande der bürgerlichen Unterdrückung nicht ganz elend sein will, so muß er diese Rechte gar nicht kennen. Er soll Wahrheit und vernünftige Freiheit lieben, um vielleicht zu verzweifeln, daß alle bürgerlichen Einrichtungen an vielen Orten dahin abzielen, ihn von beiden abzuhalten? Soll er geschickt werden, dem Staate zu dienen? Der einzige Dienst, den der Staat von ihm annimmt, ist Geld’.“ (M.Eliav u.a. Jüdische Erziehung, S.33; dazu die Anmerkung ebda: „Möglicherweise rührte die Zurückweisung von BASEDOWs Bitte auch aus der Befürchtung heraus, daß dieser hauptsächlich auf das Geld der Juden abziele ... Dennoch nahm BASEDOW [richtig: MENDELSSOHN; G.T.] Einfluß auf die Berliner Juden, die sich mit insgesamt 500 Talern an der Errichtung der Anstalt beteiligten.“).
 
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