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Koreff, David Ferdinand.


[Deutscher Reihentitel:] Die elegischen Dichter der Römer, ĂĽbersetzt von D.F. Koreff. Tibull. [Deutscher Einzeltitel:] Des Albius Tibullus Werke. Der Sulpicia Elegien und einige elegische Fragmente anderer, ĂĽbersetzt von …. Paris, bey F.Schöll 1810.. 4°. (4) Bll., XII S., (1) Bl., 232 S. . Marmorierter Pappband d.Zt. mit handschriftl. RĂĽckenschild. Berieben und bestoĂźen. 600 €
Erste Ausgabe (Goedeke VI,186,5.,1). - Anfangs etwas, sonst nur gelegentlich leicht stockfleckig. Handschriftl. Besitzeintrag a.d. Innendeckel "F.L.MOURIER, V.D. Minister sacrarumque Litterarum Professor, Hafniae, 1819" (Der Schweizer FERDINAND LOUIS MOURIER [Genf 1754 - 1831 Kopenhagen] war Pfarrer an der reformierten Kirche in Kopenhagen und Professor für klassische Literatur an der dortigen Universität.). A.d. ersten Vortitel eine eigenhändige Widmung Koreffs "Dem Dichter der Denkmahle [?] eines Dichters" mit Unterschrift. Widmung bei der Bindung am Rand angeschnitten. Am Schluß beigebunden ist ein kleinerformatiges Verlagsverzeichnis Schölls mit ausführlicher Ankündigung der "Voyage dans l'intérieur de l'Amérique" von A.V.HUMBOLDT.
Die sehr seltene Erstveröffentlichung Koreffs in einem Widmungsexemplar. Offensichtlich plante Koreff eine Folge von Übersetzungen der römischen Elegiker, zu der es aber nicht gekommen ist. D.F.Koreff (Breslau 1783 – 1851 Paris), Sohn eines angesehenen und wohlhabenden jüdischen Arztes, machte im ersten Drittel des Jahrhunderts eine „enorme politische und wissenschafliche Karriere“ (Metzler Lex. d.deutsch-jüdischen Literatur, S.333) und nahm gleichzeitig prominenten, aber literarisch weniger produktiven Anteil an der romantischen Bewegung, „als einer der schillerndsten unter den sogenannten romantischen Ärzten“ (ebda S.332). Als Arzt von MESMER, in seinen Naturphilosophischen Vorstellungen von SCHELLING und besonders von dem auf die Romantik höchst einflußreichen Hermetiker L.C. DE SAINT MARTIN, beeinflußt, verstand er sich dennoch selbst „als liberaler Kosmopolit ganz im Sinne der späten Aufklärung“ (ebda). Nach seiner Promotion 1804 schloß er sich in Berlin „dem frühromantischen Nordsternbund um ADELBERT VON CHAMISSO und K.A.V.VARNHAGEN an“; pseudonym „Anthropos“ veröffentlichte er Gedichte in deren Almanachen. Ein Jahrzehnt später, nach Aufenthalten in Paris und Wien zurück in Berlin, war er Mitglied des Freundeskreises der Serapionsbrüder um E.T.A.HOFFMANN. „Als Vinzenz, den ‚eifrigsten Verfechter des Magnetismus, den man sich denken kann’, hat HOFFMANN ihn in seinem Erzählzyklus Die Serapionsbrüder (1819/21) porträtiert.“ (ebda S.333). Nach seiner endgültigen Übersiedlung nach Paris 1822 legte Koreff durch seine Vermittlung den Grundstein für die Bedeutung HOFFMANNs in Frankreich.
 
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