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Wezel, Johann Karl.


Teufeleyen, Mönchereyen, und Miscellanien aus Wien. (Erste -) Zweyte Sammlung. In einem Band. (Motti aus Geistl. BlumenbĂĽchlein bzw. GOETHE Neueröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel). [Bd.1:] Zum Druck gegeben von Tobias Knaut. Wien, bey Sebastian Hartl in der Singerstrasse [Bd.2:] ohne Ort und Drucker 1783 - 1784. 8°. 88; 96 S. . Halbleinenband (um 1880) mit vergoldetem RĂĽckentitel. RĂĽcken verblaĂźt, Bibliotheksetikett a.d. Vorderdeckel. 0 €
Erste Ausgabe (nicht bei Goedeke; McKnight IV.6: „Nicht von Wezel, wohl aber durch seine damalige Anwesenheit in Wien veranlaßt.“; Holzm./Boh. VI,7749 schreibt, nach Mitteilung eines Dr.Ignaz Schwarz, die Schrift L.A. Hoffmann zu. Die Titelaufnahme ist aber so fehlerhaft und Druckort und –jahr so falsch [Preßburg 1784], daß der Wert der Mitteilung bezweifelt werden muß; Hirschberg, Taschengoedeke S.550 [Wezel]; W/G? 29 [Wezel]). - Exlibris „Victor Lange“ a.d. Innendeckel, alter Stempel „Bibliothek Nikola“ Titelrückseite.
Sehr selten. Seit 1975 ist kein Exemplar im JAP nachweisbar und in Bibliotheken nur vereinzelt. Die bibliographischen Nachweise und Zuschreibungen sind äußerst unbefriedigend und meist nicht schlüssig. Kaum einer der Bibliographen schreibt den Titel ganz richtig. McKnights Ablehnung der Autorschaft Wezels ist ebensowenig überzeugend (warum sollte Wezels Anwesenheit in Wien eine Schrift veranlassen, die inhaltlich nichts mit ihm oder einem seiner Werke zu tun hat?), wie deren Zuschreibung an L.A.Hoffmann im Anonymenlexikon; möglicherweise liegt eine Verwechslung mit dessen 'Mönche und der Teufel' von 1782 vor, dem 1784 'Der Mönch in seiner Blösse' folgte. Beides sind Streitschriften auf einem anderen Niveau und nicht zu vergleichen mit der Originalität des vorliegenden Textes. Die semantische Untersuchung einiger wenig gebräuchlicher Worte in Teufeleyen ... wie „fuchsschwänzen“ (für „schmeicheln“), „auferbaulich“, „leidentlich“ weisen nach Grimms Wörterbuch eher auf einen nord- oder mitteldeutschen Autor hin. Der in Bd.2 gebrauchte Ausdruck „gähling“ (für „schnell“, „unerwartet“, „jählings“) wurde nach Grimm in Tirol meist für „allmählich“ gebraucht. L.Bodi (Tauwetter, S.150f.) übernimmt ungeprüft die Zuschreibung an L.A.Hoffmann und behauptet, beide Sammlungen bestehen „hauptsächlich aus unkommentiert abgedruckten Zitaten aus barocken Andachtsbüchern [das stimmt nur zu einem sehr geringen Teil! Tr.], aber auch aus überaus kritischen satirischen Stilanalysen von marktschreierischen Annoncen, von Ankündigungen der Tierhetze und der Wiener Feuerwerker [???]. Es handelt sich hier um frühe Formen der Textcollage und der Montage, des ‚Cross-reading’, in dem K.Riha und V.Klotz ein wichtiges Element der Großstadtliteratur sehen.“ Die ungewöhnliche Schrift verdient eine genauere Untersuchung.
 
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