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Chandler, Richard.


Reisen in Griechenland unternommen auf Kosten der Gesellschaft der Dilettanti und beschrieben. (Aus dem Englischen ├╝bersetzt von H.CHR.BOIE und J.H. VOSS). Mit Kupfern (d.i. sieben teils mehrfach gefalteten Karten; L.KITCHIN del., I.RAUSCH sc.). Leipzig, bey Weidmanns Erben und Reich 1777. XVI, 432 S.. Pappband d.Zt. mit R├╝ckenschild. Etwas berieben, etwas besto├čen, R├╝cken etwas gedunkelt. 0 €
Erste dt. Ausgabe (Goedeke IV,986,6 [Boie] u. IV,1066,8 [Vo├č]; Price&Price, Humaniora S.45; Ruppert, Goethes Bibl. 4067). - Kleiner Ausschnitt a.d. Vorsatz, ebda zeigen├Âss. Eintr├Ąge. Vereinzelt leicht stockfleckig.
Sehr seltene deutsche Ausgabe dieses bedeutenden Werks, das gro├čen Einflu├č auf die europ├Ąische und in dieser ├ťbersetzung speziell auf die deutsche Geistes- und Literaturgeschichte hatte. C.G.HEYNE hatte die Auftragsarbeit an die jungen Hainb├╝ndler Boie und Vo├č in G├Âttingen vermittelt. Richard Chandler (1738 - 1810) unternahm, empfohlen von ROBERT WOOD, 1764 - 1766 im Auftrag der "Society of Dilettanti" Forschungsreisen nach Kleinasien und Griechenland. Seine Berichte, die im Englischen wie im Deutschen getrennt erschienen und nicht subsumiert "Travels in Asia minor and Greece", wie meist fahrl├Ąssig zitiert, und die ihnen beigegebenen Karten bilden den eigentlichen Beginn wissenschaftlicher Erforschung Griechenlands und seiner Altert├╝mer. Er fand Ruinen der bis dahin nur nach den antiken Schriften imaginierten Orte und kartographierte die Gegenden. Chandlers Werk bestimmte die Vorstellung des Landes bei den "deutschen Griechen" (Weltliteratur S.38), von denen keiner das Land je gesehen hat. Eine besondere Rolle spielte es f├╝r H├ľLDERLIN, dessen Hyperion sich gleichsam in den von Chandler beschriebenen und gezeichneten Landschaften bewegt. Durch sie war H├Âlderlin erst in der "Lage, ein schl├╝ssiges Bild griechischer Landschaften und antiker Bauwerke zu entwerfen. Auch Kupferstiche und Kartenmaterial haben in dem Roman Spuren hinterlassen. So ist Hyperions Panorama von der Landenge zwischen Peloponnes und Attika mit strategischem Hintersinn gew├Ąhlt. Der Blick des Helden ├╝berstreicht den Saronischen wie den Korinthischen Golf, die Berggipfel des Helikon und Parnass; er nimmt damit jene genordete Luftbildperspektive ein, wie sie sich beim Studium einer Landkarte ergibt. Gleichfalls an der Logik kartographischer Darstellungen orientiert ist die Schilderung jener fr├╝hen Bildungsreisen durch die griechische ├ľkumene, die der junge Hyperion mit seinem Freund und Lehrer Adamas unternommen hatte. Damals ging es 'den Athos hinauf' und 'hin├╝ber in den Hellespont und dann hinab an die Ufer von Rhodus und die Bergschl├╝nde von T├Ąnarum' (die S├╝dspitze der Peloponnes), womit die vier Winkel des griechischen Raumes und seiner Inselwelt mit symmetrisch angelegten Landmarken abgesteckt sind. In diesen geographischen Umriss tr├Ągt der Roman nun die entscheidenden Schritte von Hyperions kultureller Sozialisation ein." (A.Honold).
 
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