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Bage, Robert.


Der Mensch ohne Maske Ein Roman Nach dem Englischen eines hinterlassenen Manuscripts vom Verfasser von Yoricks empfindsamen Reisen durch Frankreich und Italien. Zwey Theile. Erster (- Zweiter) Band. In einem Band. Mit einem Titelkupfer und einem Kupfertitel mit Vignette. (Ohne Ort),, (ohne Verlag) 1799.. Front., Titel, IV, 176 S.; 212 S. . Halblederband d.Zt. mit Rückenvergoldung. Vergoldung oxydiert und teils abgerieben.
Erste dt. Ausgabe (bibliogr. für mich nicht nachweisbar). - Bd.1 bis S.16 mit einem schmaler werdenden Fleck im weißen Rand; die grüne Färbung des Schnitts ist ca 3mm in den Rand verlaufen; sonst nahezu fleckfrei.
„Wie beliebt STERNE noch am Ausgang des Jahrhunderts beim Leserpublikum war, läßt sich auch aus einer interessanten buchhändlerischen Spekulation erschließen. 1799 erschien ohne Verlagsort ein Roman unter dem Titel [...], der auf dem Titelblatt des 2.Bandes [sic!] folgende Verfasserangabe enthält: [s.o.]. In Wahrheit handelt es sich um den Roman "Man as he is" (1792) von ROBERT BAGE; die angegebene Übersetzung befindet sich in der Wiener Nationalbibliothek (unter „Sterne“!), wird aber bibliographisch sonst nirgendwo erwähnt.“ (P.Michelsen. Laurence Sterne, S.115, Anmerkung. [Offensichtlich fehlt dem genannten Exemplar der gestochene Titel zu Bd.1!]). R.Bage (Darley/Derby 1728 – 1801 Tamworth) begann als 53jähriger Romane zu schreiben. Als Quäker erzogen wurde er unter dem Einfluß der Schriften ROUSSEAUS, VOLTAIRES und DIDEROTS Freidenker und Materialist. Er wurde hoch geschätzt von WILLIAM GODWIN, PERCY B.SHELLEY und WALTER SCOTT, der auch seine Biographie schrieb. "Man as he is" erschien zuerst 1792 in vier Bänden, vor seinem größten Erfolg "Hermsprong, or, Man as he is not", einer Utopie im Geiste Rousseaus. In seinen Romanen griff Bage, ähnlich wie seine Zeitgenossen Godwin und THOMAS HOLCROFT das Gesellschaftssystem an. Sein eher trocken reflektierender Stil wird allerdings aufgelockert durch „blitzend ironische Formulierungen und treffende Charakterskizzen“ (KNLL 2,53). Ich kann von der vorliegenden Schrift nur ein weiteres Exemplar nachweisen (SUB Göttingen).
 
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